Deutsch Hörverstehen B1–B2: Gefühle im Alltag (Podcast zum Mitlernen)
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Hallo und herzlich willkommen zu diesem
neuen Hörtraining. Ich bin Flora und ich
helfe dir beim Deutsch lernen.
Willkommen beim Hörtraining einfach
Deutsch. In diesem Video siehst du mich
nicht richtig und das hat einen Sinn.
Dieses Video ist ein Hörtraining. Du
sollst hören, nicht schauen. Dein Ohr
soll Deutsch üben. Die Bilder im Video
sind nur zur Entspannung gedacht.
Wichtig, du hörst zu, stellst dir alles
vor und übst damit dein Hör verstehen.
Heute sprechen wir über Gefühle im
Alltag. Ich erzähle dir von
verschiedenen Situationen,
in denen ich mich glücklich, gestresst,
traurig, verunsichert,
stolz oder erleichtert fühle. Das Niveau
ist B1 bis B2.
Du kannst dieses Video wie einen Podcast
benutzen.
Einfach laufen lassen und zuhören. Wenn
du möchtest, mach es dir bequem. Atme
einmal tief ein und aus. Schließ die
Augen und hör einfach nur zu. Nummer 1:
Glücklich und zufrieden.
Kleine Momente am Morgen.
Ich möchte mit einem positiven Gefühl
beginnen, mit Glück und Zufriedenheit.
Stell dir einen Morgen vor, an dem du
nicht von einem lauten Wecker geweckt
wirst, sondern von Sonnenlicht, das
durch das Fenster scheint. Du machst die
Augen auf und merkst, du hast genug
geschlafen. Du bist nicht komplett müde.
Dein Kopf ist frei. Du stehst auf, gehst
in die Küche und machst dir in Ruhe
einen Kaffee oder Tee. Vielleicht hörst
du dabei leise Musik. Vielleicht ist die
Wohnung still und du hörst nur das leise
Summen des Kühlschranks.
In so einem Moment fühlst du dich
vielleicht nicht spektakulär glücklich,
aber du fühlst dich zufrieden.
Es ist dieses ruhige Gefühl.
Es ist alles in Ordnung, zumindest für
diesen Moment.
Zufriedenheit ist oft leise, sie schreit
nicht.
Sie muß keine großen Emotionen zeigen.
Sie sitzt einfach neben dir ein
Küchentisch, während du deinen Kaffee
trinkst.
Manchmal kommt dazu ein kleiner Moment
von Glück.
Vielleicht schaust du aus dem Fenster
und siehst einen schönen Himmel oder du
denkst an eine Person, die dir wirklich
wichtig ist oder du freust dich auf
etwas, das später am Tag passiert.
Dann spürst du dieses kleine warme
Gefühl in der Brust. Es ist nicht
riesig, aber deutlich genug, dass du
denkst, ich bin gerade wirklich
glücklich.
Solche Momente sind wichtig, auch wenn
sie kurz sind. Sie geben uns Kraft für
die Teile des Tages, die nicht so leicht
sind. Nummer 2:
Gestresst und unter Druck. Zu viele
Aufgaben auf einmal.
Jetzt stell dir einen anderen Morgen
vor.
Der Wecker klingelt viel zu früh. Du
hast schlecht geschlafen. Vielleicht
hast du geträumt, aber konntest nicht
abschalten.
Du stehst auf, aber du fühlst dich schon
am Anfang des Tages gestresst.
Dein Kopf ist voll mit Tod-Doos.
Arbeit, Haushalt,
Kinder, Termine,
Briefe,
Anrufe, E-Mails.
Du machst dir Kaffee, aber selbst beim
Kaffee trinken hast du keine Ruhe. Du
schaust auf die Uhr, denkst an die Bahn,
an den Stau, an die Besprechung, die du
noch nicht vorbereitet hast.
Gestresst sein bedeutet, du hast das
Gefühl, dass du mehr Aufgaben hast als
Zeit und Energie.
Dein Körper reagiert. Dein Herz schlägt
etwas schneller. Du atmest flacher.
Deine Schultern werden hart. Vielleicht
merkst du, dass du ungeduldig wirst.
Eine kleine Sache reicht und du wirst
nervös oder genervt. Das Wasser läuft
über, die Milch kippt um. Du findest
deinen Schlüssel nicht und plötzlich
hast du das Gefühl, dass dir alles zu
viel wird.
Im Laufe des Tages wird der Stress
manchmal stärker. Z.B.
Wenn auf der Arbeit alle gleichzeitig
etwas von dir wollen. Eine E-Mail kommt
rein. Das Telefon klingelt. Jemand steht
an deinem Schreibtisch und will genau
jetzt eine Antwort.
In solchen Momenten fühlst du dich
vielleicht als würdest du unter Strom
stehen, als wäre in dir eine Spannung,
die nicht weggeht.
Gestresst zu sein ist nicht nur ein
Gedanke, es ist ein körperlicher
Zustand. Manchmal merkst du es am
Nacken, an den Schultern,
an Kopfschmerzen
oder im Magen.
Wenn ich gestresst bin, versuche ich
manchmal bewusst für einen Moment
innerlich auf die Bremse zu treten. Ich
atme tief ein.
und langsam wieder aus
und sage mir eins nach dem anderen. Ich
muss nicht alles gleichzeitig machen.
Das löst nicht alle Probleme, aber es
gibt meinem Körper ein kleines Signal.
Du darfst kurz langsamer machen. Nummer
3. Genervt.
Genervt und sauer.
Kleine und große Ärgernisse.
Ein anderes Gefühl, das viele Menschen
im Alltag kennen, ist genervt sein.
Manchmal fängt es klein an. Z.B. Wenn
jemand im Bus laut telefoniert und du
einfach deine Ruhe haben möchtest oder
deine Gedanken sortieren willst,
du versuchst es zu ignorieren. Aber je
länger das Gespräch dauert, desto mehr
stört es dich. Du merkst, wie du dir
innerlich sagst: "Boah, das nervt mich
total.
Genervt sein ist oft ein Gefühl, das im
Hintergrund entsteht, wenn viele kleine
Dinge nicht so laufen, wie du es dir
wünschst.
Es muss nichts Großes passieren. Es
reicht manchmal, wenn Leute ständig zu
spät kommen, wenn jemand deine
Nachrichten ignoriert oder wenn du das
Gefühl hast, dass du alles organisieren
musst und andere gar nichts sehen.
Aus Genervt sein kann schnell sauer sein
werden. Sauer bist du, wenn du das
Gefühl hast, dass jemand deine Grenzen
nicht respektiert? Z.B. wenn du einer
Person mehrfach sagst, bitte lass das.
Und die Person macht genauso
weiter. Oder wenn jemand ein Versprechen
gibt und es dann immer wieder bricht.
Du wartest, du hoffst und am Ende fühlst
du dich nicht ernst genommen.
Sauer zu sein ist nicht schön, aber es
ist ein wichtiges Signal.
Es zeigt dir, dass etwas für dich nicht
in Ordnung ist.
Die Kunst ist mit diesem Gefühl
umzugehen,
ohne zu explodieren.
Man kann sauer sein und trotzdem ruhig
sprechen. Z.B.
Ich bin gerade ziemlich sauer, weil ich
das Gefühl habe, dass du mich nicht
ernst nimmst.
Das ist nicht immer leicht, aber es ist
ein Weg, Gefühle klar auszudrücken,
ohne jemanden zu verletzen. Traurig,
enttäuscht und einsam,
wenn es schwer wird.
Nicht jeder Tag ist hell und leicht. Es
gibt Tage, an denen du dich traurig
fühlst.
Vielleicht, weil du eine schlechte
Nachricht bekommen hast oder weil
jemand, der dir wichtig ist, nicht mehr
da ist. Traurig sein bedeutet oft, du
fühlst dich innerlich schwer.
Dein Körper ist langsamer, du hast
weniger Energie.
Manchmal möchtest du einfach nur liegen,
nichts hören, nichts sehen. Enttäuschung
ist eng verbunden mit Traurigkeit.
Enttäuscht bist du, wenn du etwas
erwartet hast und diese Erwartung nicht
erfüllt wurde. Z.B.
Wenn du dich auf ein Treffen gefreut
hast und die andere Person kurzfristig
absagt
oder wenn du viel für eine Prüfung